Veröffentlicht am: 15. Juni 2024|Kategorie: Blog|Lesedauer: ca. 1,3 min|

“Angst, Unsicherheit und das Gefühl von Schwäche.

Der Gefühlscocktail wiederholt sich ständig Tom und finde einfach keinen Weg raus.

Manchmal bin ich so nervös und fragil, dass ich schon an eine Panikattacke denke, die gleich eintreten könnte.

Mein Herz klopft schlagartig schneller, ich fange an zu schwitzen und der innere Film geht wieder von vorne los:

Ich denke, ich schaffe das nicht, ich bin unfähig und nicht gut genug.

Meine Ziele werde ich nie erreichen…”

Mit diesen Worten startete einer meiner Klienten seine letzte Session.

Nachdem wir noch weiter ins Detail und in die Diagnostik gegangen sind, habe ich ihn mit folgender Frage konfrontiert:

“Nehmen wir mal an, dass diese intensive Angst, die Du verspürst, Dir eigentlich helfen möchte und Du sie als Verbündete ansehen kannst…

Wie könnte sie Dir beispielsweise dienen und Dich sogar unterstützen?”

Er braucht nicht lange für seine Antwort:

“Naja, dadurch muss ich mich nicht mit diesem Schamgefühl auseinandersetzen, wenn ich in meiner Sportart oder in meinem Job damit konfrontiert werde, dass meine Leistung anscheinend nicht ausreicht.

Das erinnert mich immer wieder an die strenge Erziehung von meinem Vater… Ich habe es gehasst, nie gut genug für ihn sein zu können.

Die Angst hilft mir dabei, diese Situationen dann vollständig zu vermeiden und mich davon zu distanzieren.

Oh wow, das macht total Sinn?!”

Manchmal reicht ein einfacher Perspektivwechsel, ein genaueres Beobachten und Einordnen unserer Verurteilung aus, um Klarheit über die nächsten Schritte zu gewinnen…